Ausbildung der Sporthelferinnen und Sporthelfer in Hessen
Qualifizierung von Sportlehrerinnen und Sportlehrern für die Ausbildung und Begleitung von Schülerinnen und Schülern zu Sporthelferinnen und Sporthelfern
Sporthelferinnen und Sporthelfer aus Hessen im Einsatz
Impressionen 2026
Was machen Sporthelfende im Schulalltag und warum bin ich Sporthelferin oder Sporthelfer? Zwei kurze Videos der Heinrich-Mann-Schule in Dietzenbach geben Einblicke in das Sporthelferprogramm an ihrer Schule. Die Schülerinnen und Schüler berichten von ihren Beweggründen und zeigen, wie sie Pausen sowie Bewegungs- und Sportangebote mitgestalten. So wird sichtbar, welchen Beitrag Sporthelfende zu einem bewegten Schulleben leisten können.
Informationsveranstaltung zum Sporthelferprogramm in Hessen
Das Sporthelferprogramm an weiterführenden Schulen und Förderschulen
Die Online Informationsveranstaltung „Das Sporthelferprogramm an weiterführenden Schulen und Förderschulen“ richtet sich an weiterführende Schulen und Förderschulen in Hessen, die ihr Bewegungskonzept und ihr Ganztagskonzept schärfen wollen, indem sie ihre eigenen Schülerinnen und Schüler zu Sporthelferinnen und Sporthelfern ausbilden.
Methodisch ist die Veranstaltung ein Mix aus Input, Frage- und Austauschrunden.
Das Programm wird von der Zentralstelle für Schulsport und Bewegungsförderung (ZFS, Lehrkräfteakademie, Dez. II.5) und der Sportjugend Hessen (SJH) durchgeführt.
Geeignete Schülerinnen und Schüler im Alter von 13-17 Jahren erhalten an ihrer Schule eine sportartübergreifende Ausbildung durch ihre Sportlehrkräfte oder andere Lehrkräfte und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des schulischen Ganztags mit C-Lizenz, die vorab in einer umfangreichen Qualifizierungsmaßnahme auf die Sporthelferinnen- und Sporthelferausbildung vorbereitet wurden. Zusätzlich ist die Einbindung der örtlichen, mit der Schule kooperierenden Sportvereine intendiert.
Die ausgebildeten Sporthelferinnen und Sporthelfer organisieren später den Pausensport, helfen bei der Ausrichtung der Bundesjugendspiele, können aber auch wichtige Aufgaben in ihrem Sportverein übernehmen. Mit dem Programm werden also auch Sportvereine unterstützt und die Kooperation zwischen Schule und örtlichem Sportverein gestärkt.
In erster Linie profitieren die beteiligten Schülerinnen und Schüler von diesem Programm: Sie erhalten erste Grundlagen als Nachwuchs-Übungsleiterin bzw. Nachwuchs-Übungsleiter, lernen Bewegungs- und Sportangebote kennen und üben den Rollenwechsel vom Lernenden zum Anleitenden. Es verändert aber auch die Schulkultur und bereichert sowohl den Vormittag als auch den schulischen Ganztag. Insofern ist das Programm ein Beitrag zur Schulentwicklung und Schulkultur.
In einem ersten Schritt werden zwei Sportlehrkräfte oder Lehrkräfte und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Ganztag, die über eine C-Lizenz verfügen, durch die ZFS und die Sportjugend Hessen hierfür qualifiziert.
In der gemeinsam von der Serviceagentur Ganztag Hessen, der ZFS und der SJH durchgeführten Online-Veranstaltung wird über das Sporthelferprogramm und die Qualifikation informiert und es wird ein Praxiseinblick geboten: Zwei Sportlehrkräfte und zwei Schülerinnen bzw. Schüler einer Schule, die das Programm bereits durchführt, berichten über ihre Arbeit - wo es zuerst gehakt hat, vor allem aber, was dabei gelungen ist.
Die Anmeldung erfolgt auf den Seiten unseres Kooperationspartners, der SAG:
Das Sporthelferprogramm an weiterführenden Schulen und Förderschulen 2025 (ganztag-hessen.de)
Terminkalender: Das Sporthelferprogramm an weiterführenden Schulen und Förderschulen
Programm
Ausbildung der Sporthelferinnen und Sporthelfer in Hessen
Der Startschuss ist gefallen…
Nach längerer Vorarbeit ist es gelungen, das erfolgreiche Sporthelfer-Programm der Sportjugend NRW nach Hessen zu überführen, es zu implementieren und an die hessischen Lehrkräftefortbildungsstandards anzupassen.
In enger Zusammenarbeit mit der Sportjugend Hessen werden die Qualifizierungsmaßnahmen nun auch hier in Hessen durchgeführt.
Grundlage zur Umsetzung des Sporthelfer-Programms an der eigenen Schule ist die Teilnahme von Sportlehrkräften an einer vierteiligen Qualifizierungsmaßnahme für Lehrerinnen und Lehrer.
Erst dann kann die Ausbildung und Begleitung von Schülerinnen und Schülern zu Sporthelferinnen und Sporthelfern an der eigenen Schule initiiert und mithilfe der vorliegenden abrufbaren Unterrichtsmaterialien durchgeführt werden.
Die von der Schule erfolgreich ausgebildeten Sporthelferinnen und Sporthelfer erhalten eine Teilnahmebescheinigung durch die Sportjugend Hessen.
Im Schuljahr 2021 nahmen bereits mehrere Kolleginnen und Kollegen an der Pilotqualifizierungsmaßnahme für die Ausbildung und Begleitung von Schülerinnen und Schülern zu Sporthelferinnen und Sporthelfern teil und setzen das Programm bereits an ihren Schulen um.
Sie möchten ebenfalls ins hessische Sporthelfer-Programm einsteigen und Jugendliche an ihrer Schule qualifizieren?!
Dann nutzen Sie die Möglichkeit zur direkten Anmeldung.
Terminkalender: Qualifizierung von Sportlehrerinnen und Sportlehrern für die Ausbildung und Begleitung von Schülerinnen und Schülern zu Sporthelferinnen und Sporthelfern
Sporthelferinnen und Sporthelfer in Hessen
Netzwerktreffen zur Begleitung qualifizierter Lehrkräfte
Ziel des gemeinsamen Netzwerktreffens ist es, ein interaktives und übergreifendes Netzwerk zwischen den teilnehmenden Schulen und unseren Kooperationspartnern aufzubauen, um einen fachlichen Austausch zu ermöglichen und langfristig zu gewährleisten.
In diesem Netzwerktreffen erhalten Sie neue Impulse und Ideen für den Einsatz der Sporthelferinnen und Sporthelfer, die Möglichkeit zur Teilnahme an einem Praxisworkshop ihrer Wahl und fachliches Hintergrundwissen und Unterrichtsmaterial zur sexualisierten Gewalt im Sport mit Blick auf die Erstellung eines schuleigenen Schutzkonzeptes.
Zielgruppe
Das Netzwerkmodul richtet sich an Teilnehmende, die regelmäßig und erfolgreich an einer der bisher durchgeführten Qualifizierungsmaßnahmen teilgenommen haben.
Kosten
Die Qualifizierungsmaßnahme wird teilnahmebeitragsfrei vom Land Hessen über die Zentralstelle für Schulsport und Bewegungsförderung (ZFS) angeboten.
Terminkalender: Netzwerktagung Sporthelferinnen und Sporthelfer in Hessen
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Modulstruktur, Konzeption und Chancen
Juleica-Sportcamp am Edersee | Sportkreis Hersfeld-Rotenburg
Juleica-Sportcamp am Edersee am 12.10. bis 17.10.2026
Aufbaulehrgang für 16-19-jähre Sporthelferinnen und Sporthelfer
Das Juleica-Sportcamp am Edersee findet vom 12.10. bis 17.10.2026 statt, organisiert vom Sportkreis Hersfeld-Rotenburg. Die teilnehmenden Jugendlichen erwartet Sport, Bewegung und kreative Praxis, Theorie zur Rolle, Verantwortung und Vorbildfunktion der Jugendleiter*innen, zu Aufsichtspflicht, Kindeswohl und Jugendschutz sowie Workshops „Gruppen anleiten", „Soziale Kompetenzen" und „Umgang mit Konflikten". Das Camp schließt mit der vom DOSB anerkannten Jugendstufe „Juleica im Sport" ab (60 LE).
Übungsleiter-C-Ausbildung erstmals vor Ort an einer hessischen Schule
Wenn die Schule zum Ausbildungsort für Übungsleiterinnen und Übungsleiter wird
Ein echtes Novum in Hessen: Am Gymnasium Philippinum in Marburg haben Jugendliche erstmals ihre vollständige und bundesweit anerkannte C-Lizenz zur/zum Übungsleitenden direkt an einer hessischen Schule erworben.
▶ Details
Im Schuljahr 2025/2026 ist am Gymnasium Philippinum in Marburg etwas passiert, das es in dieser Form in Hessen bislang nicht gab. Statt an Wochenenden quer durchs Land zu einem Lehrgangsort zu fahren, haben Schülerinnen und Schüler ihre Ausbildung zur/zum Übungsleitenden-C mit dem Schwerpunkt Kinder und Jugendliche direkt an ihrer eigenen Schule absolviert.
Organisiert und begleitet wurde das Projekt von der Zentralstelle für Schulsport und Bewegungsförderung (ZFS) an der Hessischen Lehrkräfteakademie in Kooperation mit der Sportjugend Hessen. Beide Bildungspartnerinnen arbeiten schon länger bei ähnlichen Projekten zusammen – etwa beim Sporthelfer-Programm oder beim neuen Zertifikatslehrgang „Sport und Bewegung im schulischen Ganztag“, nur eben bisher nicht in dieser Form.
▶ Was diesen Ansatz besonders macht
Vergleicht man das Projekt mit dem, was es in Hessen sonst gibt, wird schnell klar, warum hier von einem echten Novum die Rede ist. Das Sporthelfer-Programm existiert bereits seit 2022: 13- bis 17-Jährige lernen dabei in mindestens 30 Lerneinheiten sportartübergreifende Grundlagen, unterrichtet von ihren eigenen, von der Sportjugend Hessen dafür qualifizierten, Sportlehrkräften. Jedoch steht am Ende keine DOSB-Lizenz sondern das Sporthelfer-Zertifikat. Auch der neue Zertifikatslehrgang „Sport und Bewegung im schulischen Ganztag“ zielt auf andere Adressatinnen und Adressaten: Er richtet sich an Personen, die sich zunächst ausschließlich für sportliche Inhalte im schulischen Ganztagsangebot qualifizieren wollen.
Am Gymnasium Philippinum konnte dagegen die vollständige und bundesweit anerkannte Übungsleiter-C-Lizenz erworben werden. Diese umfasst 120 Lehreinheiten und ist die reguläre Basisqualifikation, die jeder Verein von seinen Trainerinnen und Trainern verlangt. Für die hessischen Schulen ist diese Form der Ausbildung komplett neu. Eine der großen Herausforderungen lag darin, die benötigte Stundenanzahl in das Unterrichtsangebot der Schule so zu integrieren, dass der Kurs mit der Stundenplanung kompatibel war und im Umfang zu den anderen Fächern passte. Das Abschlussseminar bei der Sportjugend Hessen rundete die Ausbildung ab und bot ein schönes Gemeinschaftserlebnis für die Gruppe.
▶ Die Voraussetzungen: 16 Jahre und schon im Verein aktiv
Ganz offen für alle steht die Ausbildung nicht. Zwei Dinge müssen Teilnehmende bereits mitbringen: Sie müssen zu Beginn der Ausbildung mindestens 16 Jahre alt sein und sie sollten bereits Mitglied in einem hessischen Sportverein sein, der dem Landessportbund Hessen angehört. Wer bereits eine Kinder- oder Jugendgruppe im Verein mitbetreut, hat es leichter, Pflicht ist das aber nicht. Der Gedanke dahinter liegt auf der Hand: Wer bereits in einem Verein aktiv ist, wird zur Brücke zwischen Schule und Verein, statt die Ausbildung bloß „nebenbei“ oder „für den Lebenslauf“ zu machen.
▶ Warum sich das für Vereine und Schulen lohnt
Der Charme der Idee zeigt sich, wenn man genauer hinschaut: Für die Jugendlichen selbst ist es innerhalb des sonst so hierarchischen Schulsystems ein Rollenwechsel. Sie werden vom Lernenden zum Anleitenden und so auch zum Vorbild für andere Kinder oder Jugendliche. Sie erwerben eine ganze Reihe von Kompetenzen, die nicht zum klassischen Schulstoff gehören und trotzdem auch für den schulischen Erfolg immer wichtiger werden. Selbstreflexion, Verantwortungsübernahme und Grundlagen des Lehrens und daher auch des Lernens sind wichtige Themen des Kurses, die aus Heranwachsenden im Verlauf der Ausbildung reifere Persönlichkeiten machen.
Vereine profitieren von der neuen Möglichkeit fast noch mehr. Der Mangel an ehrenamtlichen Übungsleitenden ist längst kein Geheimnis mehr und nun bekommen die Sportvereine jungen, motivierten und vor allem bereits qualifizierten Nachwuchs, ohne lange suchen zu müssen.
Und auch den Schulen nützt die Ausbildung. Es ermöglicht ihnen, ihren Schülerinnen und Schülern ein Angebot zu machen, das unmittelbar sinnhaft ist und ihnen so direkt lebenspraktisch nützt wie wenig anderes, das zunächst einfach gelernt werden muss und oft erst viel später als relevant erkannt wird. Außerdem fördern die teilnehmenden Schulen die Entwicklung starker sozialer Persönlichkeiten, die in die Schülerschaft hineinwirken und positive Vorbilder für Gleichaltrige sein können. Sie stärken darüber hinaus ihr Profil als bewegte Schule und gewinnen zugleich qualifiziertes Personal für AGs und den Ganztag: Wenn externe Personen ohne das Lehramtsstudium Sport außerunterrichtliche Sportangebote an Schulen übernehmen sollen, verlangt die hessische Verordnung zur Aufsicht im Schulsport nämlich genau das, die C-Trainer-Lizenz. Da mit dem Schuljahr 2026/2027 schrittweise der Rechtsanspruch auf einen Ganztagsplatz an hessischen Grundschulen greift, dürfte der Bedarf an solchen Qualifikationen ohnehin weiter steigen. So profitieren am Ende alle drei Seiten: Jugendliche von guter Anleitung, Lehrkräfte von besonderen Persönlichkeiten in den Lerngruppen und Unterstützung im Nachmittagsbereich, Vereine von Nachwuchs, der schon weiß, worauf es ankommt.
▶ Und wie geht es weiter?
Die Schulleitung des Gymnasium Philippinum unterstützt das Projekt, welches damit in Marburg in die zweite Runde geht. Jedoch ist die Ausbildung von Übungsleitenden am Gymnasium Philippinum als Pilot und nicht als Einzelfall gedacht. Sportjugend Hessen und ZFS haben aus den Erfahrungen gelernt und wollen die Ausbildung schrittweise auch auf andere Schulen in Hessen ausweiten. Damit reiht sich das Modell in eine Reihe von Initiativen ein, mit denen der organisierte Sport in Hessen gemeinsam mit dem Hessischen Ministerium für Kultus, Bildung und Chancen versucht, Schulen und Vereine enger zusammenzubringen und noch mehr Übungsleitende für den Sport zu gewinnen.
Schulen, die ebenfalls Übungsleitende im Rahmen der Weiterführung des Projekts ausbilden wollen, können sich gerne an die ZFS (Kontakt: Volker Jennemann) oder die Sportjugend Hessen wenden.




