Hessischer Bildungsserver / Zentralstelle für Schulsport und Bewegungsförderung

Sportförderunterricht

Struktur der Fortbildungsreihe

Kinder spielen mit einem Schwungtuch in der Halle

 

Sportförderunterricht

Struktur der Fortbildungsreihe

Die Qualifizierungsreihe ist modular aufgebaut und besteht aus:

  • sechs themenspezifischen Präsenzmodulen (je 10 Lerneinheiten),
  • einem Grundlagenmodul (12 Lerneinheiten),
  • einem Prüfungsmodul (12 Lerneinheiten).

Die Module sind didaktisch aufeinander bezogen und inhaltlich aufeinander abgestimmt. Eine feste Reihenfolge bei der Belegung ist nicht zwingend erforderlich, jedoch empfehlenswert und sinnvoll.  

Der Erwerb der Lehrbefähigung zur Durchführung von Sportförderunterricht setzt jedoch die Teilnahme an allen Modulen sowie das erfolgreiche Absolvieren der Abschlussprüfung voraus.

Das Grundlagenmodul führt in die kindgerechte, entwicklungs- und stärkenorientierte Bewegungsförderung ein. Es vermittelt zentrale Zusammenhänge der motorischen Entwicklung und bildet die fachliche Grundlage für das Verständnis, sowie die Planung und Durchführung des Sportförderunterrichts.

Themenspezifische Module

Die themenspezifischen Module dienen der praxisnahen Qualifizierung von Lehrkräften zur Umsetzung differenzierter Fördermaßnahmen im schulischen Kontext.

 

+ weitere Informationen (auf-/zuklappen)

 

Folgende themenspezifische Module sind Bestandteil der Qualifizierungsreihe:  

Wahrnehmen und alle Sinne nutzen

Die Teilnehmenden erweitern ihr Wissen über Wahrnehmungsprozesse und lernen, wie diese in der Bewegungsförderung eingesetzt werden können, um die Körperwahrnehmung und Handlungssicherheit der Kinder zu verbessern. 

Koordinieren und sich sicher bewegen

Die Teilnehmenden lernen, koordinative Fähigkeiten gezielt zu fördern und deren Bedeutung für sicheres, selbstständiges und erfolgreiches Bewegungshandeln im Schulalltag einzuordnen. 

Kräftigen und Haltung stärken

Die Teilnehmenden gewinnen ein vertieftes Verständnis für Einflussfaktoren auf die Körperhaltung und entwickeln konkrete, alltagstaugliche Übungsformen zur kindgerechten Haltungsförderung – einschließlich der gezielten Einbindung der Füße als Basis stabiler Haltung.

Sich ausdauernd und mit Freude bewegen

Die Teilnehmenden erwerben fundiertes Wissen zur Ausdauerentwicklung und lernen, wie sie Kinder motivierend und differenziert an ausdauernde Bewegungsformen heranführen können und so langfristig zur Bewegung motivieren.

(Mit-)Spielen und sich selbst regulieren

Die Teilnehmenden erweitern ihre Kompetenzen in der Förderung emotionaler und sozialer Fähigkeiten. Sie lernen, exekutive Funktionen gezielt zu erkennen und durch Spiel- und Bewegungsangebote wirksam zu unterstützen, um die Teilhabe aller Kinder aktiv zu stärken. 

Diagnostizieren und fördern

Die Teilnehmenden erwerben praxisnahe Kompetenzen in der Beobachtung und Einschätzung motorischer Fähigkeiten. Darauf aufbauend entwickeln Sie passgenaue Fördermaßnahmen, die im Unterricht direkt umgesetzt werden können.

Alle Module sind…

  • in sich abgeschlossen,
  • unabhängig voneinander wählbar,
  • zeitlich flexibel belegbar,
  • unmittelbar praxiswirksam.

Prüfungsmodul

Den Abschluss bildet die Prüfung zur Lehrbefähigung. Sie umfasst:

  •  eine schriftliche Planung einer Förderstunde,
  • deren praktische Durchführung mit anschließender Reflexion,
  • ein Kolloquium.

Zulassungsvoraussetzungen 

Zur Prüfung wird zugelassen, wer alle sechs themenspezifischen Module sowie das Grundlagenmodul vollständig absolviert hat.  

Grundlagenmodul

der kindgerechten Bewegungsförderung und des Sportförderunterrichts

Theoretische Grundlagen mmit Praxisaufbau und Orientierung

Präsenzmodul + E-Learning

12 LE

SFU

+ Modulbeschreibung (auf-/zuklappen)

Wie lassen sich motorische Kompetenzen und Aspekte der Wahrnehmung von Kindern systematisch erfassen und sinnvoll beurteilen? Wie können diagnostische Erkenntnisse dazu beitragen, individuelle Fördermaßnahmen zu planen und Entwicklungsprozesse nachhaltig zu begleiten?

Warum benötigen manche Kinder besondere Unterstützung in ihrer Bewegungsentwicklung? Wie kann Sportförderunterricht dazu beitragen, Entwicklungsprozesse gezielt zu begleiten und allen Kindern erfolgreiche Bewegungs- und Lernerfahrungen zu ermöglichen?

In diesem Grundlagenmodul setzen wir uns mit den zentralen Prinzipien eines modernen, entwicklungsorientierten Sportförderunterrichts auseinander. Wir beleuchten gemeinsam den Wandel von einer ehemals defizit- und haltungsorientierten Betrachtungsweise hin zu einer ganzheitlichen, stärkenorientierten Bewegungsförderung und entwickeln ein Verständnis für die vielfältigen Zusammenhänge zwischen Bewegung, Wahrnehmung und kindlicher Entwicklung. Zentrale Zusammenhänge zwischen Wahrnehmung, Koordination, Kraft und Ausdauer sowie der Blick auf frühkindliche Reflexe und die exekutiven Funktionen werden als ganzheitliches Konzept der Bewegungsentwicklung erarbeitet. Dabei erhalten Sie einen fundierten Einblick in die theoretischen Grundlagen des Sportförderunterrichts und deren Bedeutung für die pädagogische Praxis.

Kurze theoretische Impulse wechseln sich mit vielfältigen Praxisphasen ab. Durch Selbsterfahrungsangebote erleben Sie typische motorische und wahrnehmungsbezogene Herausforderungen aus der Perspektive der Kinder und setzen sich mit psychomotorischen Grundlagen sowie entwicklungsfördernden Bewegungsangeboten auseinander. Darüber hinaus machen Sie sich mit grundlegenden organisatorischen und methodischen Aspekte des Sportförderunterrichts vertraut und erhalten Orientierung für die Planung und Durchführung von Förderangeboten im schulischen Kontext.  

Das Grundlagenmodul bildet die Basis für die weiteren Fortbildungsmodule und schafft ein gemeinsames fachliches Verständnis für den Sportförderunterricht. Es verbindet wissenschaftliche Erkenntnisse mit praxiserprobten Ansätzen und unterstützt Sie dabei, Bewegungsförderung als wichtigen Bestandteil einer ganzheitlichen Entwicklungsbegleitung zu verstehen. Für Ihren Weg zur Lehrbefähigung werden in dieser Veranstaltung außerdem die Prüfungsanforderungen im Rahmen der Qualifikation eingeordnet.  

Freuen Sie sich auf eine abwechslungsreiche Fortbildungsveranstaltung mit viel Bewegung, Selbsterfahrung und konkreten Impulsen für Ihre pädagogische Praxis. Legen Sie das Fundament für eine qualifizierte, entwicklungsorientierte Bewegungsförderung und entdecken Sie, wie Sportförderunterricht Kinder in ihrer motorischen, sozialen und emotionalen Entwicklung nachhaltig unterstützen kann.

Die Teilnehmenden erwerben Wissen über…

  • die entwicklungsorientierte Planung und Gestaltung von Sportförderunterricht im schulischen Kontext.
  • die methodische Gestaltung psychomotorischer Bewegungsangebote mit Selbsterfahrungsanteilen.
  • die Beobachtung entwicklungsbedingter Auffälligkeiten bei Kindern.

Die Teilnehmenden können…

  • Förderstunden strukturiert planen, Fördergruppen organisieren und Förderangebote reflektieren.
  • das eigene pädagogische Handeln hinsichtlich einer stärken- und ressourcenorientierten Bewegungsförderung reflektieren und weiterentwickeln.

Die Teilnehmenden entwickeln eine professionelle Haltung, die...

  • die Zusammenhänge zwischen Wahrnehmung, Koordination, Kraft, Ausdauer und Bewegungsentwicklung als Grundlage für fachlich begründetes pädagogisches Handeln berücksichtigt.
  • frühkindliche Reflexe und exekutive Funktionen als bedeutsam für Lernen und Bewegung in der pädagogischen Arbeit anerkennt. 
     

WAHRNEHMEN

und alle Sinne nutzen

Präsenzmodul

10 LE

+ Modulbeschreibung (auf-/zuklappen)

Warum reagieren manche Kinder empfindlich auf Geräusche, haben Schwierigkeiten, Bewegungen gezielt zu steuern oder wirken in ihrer Körperwahrnehmung unsicher? Welche Bedeutung haben die Sinne für Bewegung, Lernen und die aktive Auseinandersetzung mit der Umwelt? 
In dieser praxisorientierten Fortbildung setzen Sie sich mit der Bedeutung der Wahrnehmung für die kindliche Entwicklung auseinander. Sie erfahren, wie auditive, visuelle, taktile, kinästhetische und vestibuläre Wahrnehmungsprozesse zusammenwirken und welche Rolle sie für Bewegung, Lernen und die Entwicklung von Handlungskompetenz spielen. Darüber hinaus lernen Sie, typische Wahrnehmungsbesonderheiten zu erkennen und deren Auswirkungen auf das Bewegungs- und Lernverhalten von Kindern besser einzuordnen. 
Kurze theoretische Impulse wechseln sich mit vielfältigen Praxisphasen ab. Sie erleben zahlreiche Bewegungs- und Spielangebote zur Förderung unterschiedlicher Wahrnehmungsbereiche und erweitern Ihr Repertoire für den Einsatz im schulischen Alltag. Dabei lernen Sie, Wahrnehmungsprozesse gezielt zu beobachten, Förderbedarfe abzuleiten und geeignete Bewegungsangebote auszuwählen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf psychomotorischen Zugängen, die mehrere Sinne gleichzeitig ansprechen und vielfältige Bewegungs- und Handlungserfahrungen ermöglichen. 
Die Fortbildung vermittelt praxiserprobte Ideen für den Unterricht, den Sportförderunterricht und weitere bewegungsorientierte Förderangebote in der Schule. Sie erhalten zahlreiche Anregungen, die sich unkompliziert in den schulischen Alltag integrieren lassen und unterschiedliche Entwicklungsstände der Kinder berücksichtigen. 
Freuen Sie sich auf einen abwechslungsreichen Fortbildungstag mit viel Bewegung, Selbsterfahrung und konkreten Impulsen für Ihre pädagogische Praxis. Entdecken Sie, wie eine gezielte Wahrnehmungsförderung Kinder dabei unterstützt, ihre Umwelt sicher zu erschließen, Bewegungen koordiniert auszuführen und Lernprozesse erfolgreich zu bewältigen.

Die Teilnehmenden erwerben Wissen über…

  • die verschiedenen Wahrnehmungsbereiche und Sinnessysteme und deren Bedeutung für Bewegung und Lernen.  
  • didaktische und methodische Grundlagen der Wahrnehmungsförderung.
  • die Planung wahrnehmungsfördernder Bewegungsangebote und die Gestaltung multisensorischer Lern- und Bewegungssituationen.  

Die Teilnehmenden können…

  • auditive, visuelle, taktile, kinästhetische und vestibuläre Wahrnehmungsprozesse unterscheiden.
  • Wahrnehmungsschwierigkeiten von Kindern erkennen.
  • Bewegungs- und Spielangebote zur Förderung der verschiedenen Wahrnehmungsbereiche planen und in die schulische Praxis integrieren. 

Die Teilnehmenden entwickeln eine professionelle Haltung, die…

  • die Wahrnehmung als Grundlage der Bewegungskoordination versteht.
  • Zusammenhänge zwischen Wahrnehmungsverarbeitung und Bewegungsverhalten anerkennt.
  • Auffälligkeiten und Schwierigkeiten in einzelnen Wahrnehmungsbereichen und deren Einfluss auf das Bewegungslernen berücksichtigt. 
     

KOORDINIEREN

und sich sicher bewegen

Präsenzmodul

10 LE

+ Modulbeschreibung (auf-/zuklappen)

Warum gelingt es manchen Kindern scheinbar mühelos neue Bewegungsabläufe zu erlernen, während andere mehr Zeit benötigen, um Bewegungen sicher zu steuern, ihr Gleichgewicht zu halten oder auf wechselnde Situationen angemessen zu reagieren? Welche Bedeutung haben koordinative Fähigkeiten für erfolgreiches Bewegungshandeln, das Erlernen neuer Fertigkeiten und die motorische Entwicklung?

Koordinative Fähigkeiten bilden eine wesentliche Grundlage für sicheres, zielgerichtetes und variables Bewegen. In dieser Fortbildung erhalten Sie einen praxisnahen Einblick in die verschiedenen koordinativen Fähigkeiten und deren Bedeutung für das Bewegungshandeln im Allgemeinen und im schulischen Kontext. Darüber hinaus werden typische Koordinationsschwierigkeiten analysiert, ihre Auswirkungen auf die kindliche Entwicklung bewertet und darauf aufbauend gezielte Fördermaßnahmen entwickelt und begründet. Sie setzen sich mit den koordinativen Anforderungen unterschiedlicher Bewegungsaufgaben auseinander und erfahren, wie Kinder in ihrer motorischen Entwicklung gezielt unterstützt werden können.

Im Wechsel von kurzen theoretischen Impulsen und einer Vielzahl von praktischen Übungsphasen lernen Sie zahlreiche Bewegungs- und Spielformen kennen, mit denen sich koordinative Fähigkeiten abwechslungsreich fördern lassen. Sie erproben vielfältige, offene Übungsvariationen, erfahren, wie sich koordinative Anforderungen gezielt verändern lassen, und entwickeln Ideen, um Bewegungsaufgaben an unterschiedliche Leistungs- und Entwicklungsstände anzupassen. Dabei steht ein handlungsorientierter Zugang im Mittelpunkt, der Freude an Bewegung mit einer gezielten Förderung motorischer Kompetenzen verbindet.

Die Fortbildung bietet vielfältige Anregungen für bewegungsorientierte Förderangebote. Sie erweitern Ihr methodisches Repertoire um praxiserprobte Bewegungsaufgaben, die auch ohne großen Materialaufwand umgesetzt werden können und Kindern vielfältige Bewegungserfahrungen ermöglichen.

Freuen Sie sich auf einen bewegungsreichen Fortbildungstag mit vielen Gelegenheiten zum Ausprobieren, Reflektieren und Austauschen. Nehmen Sie konkrete Ideen mit, um koordinative Fähigkeiten gezielt zu fördern und Kinder auf ihrem Weg zu mehr Bewegungssicherheit, motorischer Handlungskompetenz und Freude an Bewegung zu begleiten. 

Die Teilnehmenden erwerben Wissen über…

  • Wege der kindgerechten Schulung der koordinativen Fähigkeiten unter psychomotorischen Gesichtspunkten.  
    die Entwicklung und Begründung gezielter Fördermaßnahmen zur Verbesserung koordinativer Fähigkeiten.
  • die methodische Differenzierung koordinativer Bewegungsangebote.
  • die Beobachtung und Analyse typischer Koordinationsschwierigkeiten bei Kindern.

Die Teilnehmenden können…

  • kinästhetische Differenzierungsfähigkeit, Reaktionsfähigkeit, Orientierungsfähigkeit, Rhythmusfähigkeit und Gleichgewichtsfähigkeit unterscheiden.
  • Übungen und Spielformen zur Schulung koordinativer Fähigkeiten unter spezifischen Fördergesichtspunkten passend auswählen.
  • offene Bewegungsaufgaben mit individuellen Lösungswegen gestalten.
  • durch passende Förderangebote einen Beitrag zur Förderung von Bewegungssicherheit und Handlungskompetenz ihrer Lerngruppe im Alltag und im Sport leisten. 

Die Teilnehmenden entwickeln eine professionelle Haltung, die…

  • koordinative Fähigkeiten als Grundlage für sicheres Bewegen und Handeln im Alltag und im Sport versteht.
  • Koordinations- und Wahrnehmungsschulung als sich gegenseitig bedingende und ergänzende Grundlage des Bewegungslernens berücksichtigt. 
     

(MIT-)SPIELEN

und sich selbst regulieren

Präsenzmodul

10 LE

+ Modulbeschreibung (auf-/zuklappen)

Warum fällt es manchen Kindern schwer, Regeln einzuhalten, mit Frustrationen umzugehen oder ihre Impulse zu kontrollieren? Welche Bedeutung hat das Spiel für die Entwicklung von Selbstregulation, sozialem Lernen und einer erfolgreichen Teilhabe am Unterricht?

In dieser praxisorientierten Fortbildung setzen wir uns mit der Bedeutung des Spiels für die Entwicklung von Selbstregulationsfähigkeiten auseinander. Sie erfahren, wie Kinder im Spiel lernen, ihre Aufmerksamkeit zu steuern, Impulse zu kontrollieren, Gefühle zu regulieren und ihr Verhalten an wechselnde Anforderungen anzupassen. Wir werden uns mit dem Arbeitsgedächtnis, der Inhibition und kognitiver Flexibilität auseinandersetzen und deren zentrale Bedeutung für emotionale Stabilität, Handlungssteuerung und erfolgreiches Lernen erfahren. Darüber hinaus betrachten wir, welche Rolle unterschiedliche Spielformen für die Förderung exekutiver Funktionen, sozialer Kompetenzen und der emotionalen Entwicklung spielen und wie sich Schwierigkeiten der Selbstregulation im Bewegungs- und Spielverhalten zeigen können. Dabei wird deutlich, dass exekutive Funktionen und die Selbstregulation im Umkehrschluss auch wichtige Grundlagen für erfolgreiche Teilhabe am Spiel sind.

Kurze theoretische Impulse wechseln sich mit vielfältigen Praxisphasen ab. Sie erleben zahlreiche Bewegungs- und Spielformen, die Selbstregulation, Kooperation, Regelverständnis und Handlungsplanung gezielt fördern, und erweitern Ihr Repertoire für den Einsatz im schulischen Alltag. Dabei werden wir Spielprozesse gezielt beobachten, Zusammenhänge zwischen Bewegung, Emotion und Selbstregulation analysieren und Entwicklungs- und Förderbedarfe thematisieren. Aufbauend darauf werden ausgewählte Spiel- und Bewegungsangebote so gestaltet und angepasst, dass sie die Entwicklung emotionaler und sozialer Kompetenzen gezielt unterstützen. Ein besonderer Fokus liegt dabei auch auf Kindern, die Spielangebote vermeiden oder nur eingeschränkt teilnehmen. Gemeinsam entwickeln Sie in der Fortbildung Strategien, um Teilhabe zu ermöglichen und den Leitgedanken „Alle wollen und können mitspielen“ praktisch umzusetzen.  

Die Fortbildung vermittelt praxiserprobte Ideen für den Unterricht, den Sportförderunterricht und weitere bewegungsorientierte Förderangebote in der Schule. Sie erhalten zahlreiche Anregungen, die sich unkompliziert in den schulischen Alltag integrieren lassen und unterschiedliche Entwicklungsstände sowie individuelle Voraussetzungen der Kinder berücksichtigen.

Freuen Sie sich auf einen abwechslungsreichen Fortbildungstag mit viel Bewegung, Selbsterfahrung und konkreten Impulsen für Ihre pädagogische Praxis. Entdecken Sie, wie gezielt eingesetzte Spiel- und Bewegungsangebote Kinder dabei unterstützen, ihre Emotionen und ihr Verhalten besser zu regulieren, Herausforderungen konstruktiv zu bewältigen und ihre Handlungskompetenz nachhaltig zu erweitern. 
 
Die Teilnehmenden erwerben Wissen über…

  • die fachgerechte Durchführung und Auswertung des Deutschen Motorik-Tests (Hessischer Bewegungscheck).  
  • die systematische und qualitative Bewegungsbeobachtung im schulischen Kontext.  
  • die Analyse motorischer und neuromotorischer Entwicklungsstände von Kindern.  
  • die Planung differenzierter Fördermaßnahmen auf Grundlage diagnostischer Erkenntnisse.

Die Teilnehmenden können…

  • Spiel- und Bewegungsangebote an unterschiedliche emotionale und soziale Voraussetzungen von Kindern anpassen.
  • unterstützende Strategien zur Konfliktlösung und Emotionsregulation im Spiel entwickeln.
  • die Teilhabe und Mitspielmöglichkeiten für zurückhaltende oder belastete Kinder fördern.
  • eine wertschätzende und inklusive Spiel- und Bewegungsatmosphäre schaffen. 

Die Teilnehmenden entwickeln eine professionelle Haltung, die…

  • exekutiven Funktionen eine besondere Bedeutung für Selbstregulation, Spielverhalten und soziales Handeln beimisst.
  • unter dem Leitgedanken „Alle können und wollen mitspielen“ die Teilhabe aller Schülerinnen und Schüler durch passende Spielangebote ermöglicht.. 
     

AUSDAUERND

und mit Freude bewegen

Präsenzmodul

10 LE

+ Modulbeschreibung (auf-/zuklappen)

Warum geraten manche Kinder schon nach kurzer Zeit außer Atem, während andere sich mit Freude und Ausdauer bewegen? Welche Bedeutung hat eine gut entwickelte Ausdauer für Gesundheit, Konzentration und die aktive Teilnahme am Bewegungsalltag?

Eine altersgerechte Ausdauerschulung schafft wichtige Voraussetzungen für die körperliche Leistungsfähigkeit und das Wohlbefinden von Kindern. In dieser praxisorientierten Fortbildung beschäftigen wir uns mit den Grundlagen der Ausdauerentwicklung im Kindesalter und erfahren, wie ausdauerfördernde Bewegungsangebote motivierend, abwechslungsreich und kindgerecht gestaltet werden können. Dabei erfahren Sie, wie sich Ausdauer spielerisch fördern lässt, ohne den Leistungsaspekt in den Vordergrund zu stellen.

Im Mittelpunkt stehen vielfältige Praxisideen, die Freude an Bewegung mit einer gezielten Förderung der Ausdauer verbinden. Dabei werden wir Ausdauer nicht isoliert betrachten, sondern im Zusammenhang mit Wahrnehmung und Belastungserleben. Sie erproben unterschiedliche Lauf-, Bewegungs- und Spielformen, lernen Möglichkeiten zur dosierten Belastungssteuerung kennen und entwickeln Ideen, wie Kinder unabhängig von ihren individuellen Voraussetzungen erfolgreich an ausdauerorientierten Angeboten teilnehmen können. Sie untersuchen und erkennen typische Erscheinungsbilder eingeschränkter Ausdauer und analysieren deren Ursachen. Darauf aufbauend planen sie individuelle und differenzierte Bewegungsangebote zur Förderung der Ausdauer im schulischen Kontext.

Ergänzende theoretische Impulse vermitteln grundlegende Erkenntnisse zum Herz-Kreislauf- und Atmungssystem, physiologische Anpassungsprozesse und Grundlagen zur Belastbarkeit im Kindesalter, sowie zur gesundheitsorientierten Gestaltung von Ausdauertraining im schulischen Kontext.

Die Fortbildung bietet zahlreiche Anregungen für den Schulsport, den Sportförderunterricht und weitere bewegungsorientierte Förderangebote. Sie erweitern Ihr methodisches Repertoire um vielseitige Spiel- und Bewegungsformen, die sich mit wenig Material umsetzen lassen und Kinder zu regelmäßiger Bewegung motivieren.

Freuen Sie sich auf einen aktiven Fortbildungstag mit abwechslungsreichen Praxisphasen, neuen Impulsen und vielen direkt einsetzbaren Ideen für Ihre pädagogische Arbeit. Entdecken Sie, wie eine kindgerechte Ausdauerschulung dazu beiträgt, die körperliche Leistungsfähigkeit, das Durchhaltevermögen und die Freude an Bewegung nachhaltig zu fördern.

Die Teilnehmenden erwerben Wissen über…

  • die grundlegenden physiologischen Prozesse des Herz-Kreislauf- und Atmungssystems im Kindesalter.
  • die Planung und Durchführung motivierender und kindgerechter Ausdauerangebote.
  • die Differenzierung von Bewegungsangeboten entsprechend der individuellen Voraussetzungen der Kinder.

Die Teilnehmenden können…

  • die kindliche Belastbarkeit und das individuelle Belastungserleben einschätzen.
  • typische Erscheinungsbilder eingeschränkter Ausdauer und möglicher Ursachen analysieren.
  • gesundheitsförderliche Aspekte von Ausdauerbewegung im schulischen Alltag reflektieren. 

Die Teilnehmenden entwickeln eine professionelle Haltung, die…

  • Wahrnehmung, Bewegung und Ausdauerförderung als wesentlichen Bestandteil einer gesundheitsorientierten und ganzheitlichen Entwicklungsförderung versteht. 
     

KRÄFTIGEN

und Haltung stärken

Präsenzmodul

10 LE

+ Modulbeschreibung (auf-/zuklappen)

Warum fällt es manchen Kindern schwer, eine aufrechte Körperhaltung einzunehmen oder Körperspannung aufzubauen bzw. diese über längere Zeit aufrechtzuerhalten? Welche Bedeutung haben kräftige Muskeln, starke und bewegliche Füße und eine stabile Körpermitte für gesundes Bewegen und erfolgreiches Lernen?

Eine gute Haltung entwickelt sich durch vielfältige Bewegungs- und Körpererfahrungen. In dieser praxisorientierten Fortbildung beschäftigen Sie sich mit den Grundlagen einer funktionellen Haltung und lernen, welche Rolle die Körperwahrnehmung, muskuläre Voraussetzungen, die Atmung sowie psychosoziale Aspekte dabei spielen. Auch die Füße als Basis gesunder Körperhaltung werden dabei explizit thematisiert. Sie erhalten Einblicke in unterschiedliche Haltungsformen und erlernen typische Haltungsschwächen und Haltungsschäden zu erkennen und zu unterscheiden. Sie werden diese auf Grundlage kindgerechter Haltungsdiagnostik bewerten und lernen, wie sich Haltungsauffälligkeiten im Kindesalter durch gezielte Bewegungsangebote positiv beeinflussen lassen.

Anhand abwechslungsreicher Praxisbeispiele erleben Sie Übungen und Spielformen zur Wahrnehmung von Anspannung und Entspannung, zur Kräftigung der haltungsrelevanten Muskulatur sowie zur Förderung der Beweglichkeit. Sie erfahren, wie sich Übungen motivierend und kindgerecht gestalten lassen und wie Haltung, und Bewegungssicherheit miteinander zusammenhängen. Gleichzeitig entwickeln Sie Ideen, um Kräftigungsangebote an unterschiedliche Entwicklungsstände anzupassen und nachhaltig in den Bewegungsalltag zu integrieren.

Die Fortbildung vermittelt vielseitige Anregungen für die schulische Praxis und bewegungsorientierte Förderangebote. Sie erweitern Ihr methodisches Repertoire um Übungen und Spiele, die ohne großen Materialaufwand umgesetzt werden können und Kinder dabei unterstützen, eine stabile, gesunde Körperhaltung, eine gute Körperspannung sowie kräftige und bewegliche Füße zu entwickeln.

Freuen Sie sich auf einen praxisreichen Fortbildungstag mit vielfältigen Bewegungsanlässen, neuen Impulsen und direkt umsetzbaren Ideen für Ihre pädagogische Arbeit. Entdecken Sie, wie gezielte Kräftigungs- und Haltungsförderung Kindern hilft, ihren Körper bewusster wahrzunehmen, gestärkt und beweglich durch das Leben zu gehen und die Freude an Bewegung nachhaltig zu verbessern.

Die Teilnehmenden erwerben Wissen über…

  • die Planung und Durchführung kräftigender, mobilisierender und haltungsfördernder Bewegungsangebote.
  • die gezielte Förderung der Fußfunktion als Grundlage einer stabilen Körperhaltung.
  • die Anwendung grundlegender Verfahren einer kindgerechten Haltungsdiagnostik.
  • die Vermittlung eines positiven und gesundheitsförderlichen Körperbewusstseins.

Die Teilnehmenden können…

  • unterschiedliche Haltungsformen bei Kindern erkennen und fachlich einordnen.
  • Übungen an individuelle körperliche Voraussetzungen von Kindern methodisch anpassen. 

Die Teilnehmenden entwickeln eine professionelle Haltung, die…

  • Körperhaltung als psycho-physisches Phänomen versteht, das durch Körperwahrnehmung, Bewegungsapparat, Psyche, Atmung sowie soziale und situationsbedingte Faktoren beeinflusst wird.
  • gesunde Füße im Sinne des Gedankens „Haltung beginnt bei den Füßen“ als wesentliche Grundlage einer stabilen und gesunden Körperhaltung betrachtet. 
     

DIAGNOSTIZIEREN

und fördern

Präsenzmodul

10 LE

+ Modulbeschreibung (auf-/zuklappen)

Wie lassen sich motorische Kompetenzen und Aspekte der Wahrnehmung von Kindern systematisch erfassen und sinnvoll beurteilen? Wie können diagnostische Erkenntnisse dazu beitragen, individuelle Fördermaßnahmen zu planen und Entwicklungsprozesse nachhaltig zu begleiten?

In dieser praxisorientierten Fortbildung setzen wir uns mit diagnostischen Verfahren zur Erfassung motorischer Kompetenzen im Kindesalter auseinander. Sie lernen den Hessischen Bewegungscheck kennen, führen ihn praktisch durch und erwerben Grundlagen für eine fachgerechte Auswertung der Ergebnisse. Außerdem erhalten Sie Einblicke in die systematische qualitative Bewegungsbeobachtung als wichtige Grundlage, um motorische Entwicklungsstände differenziert einzuschätzen und individuelle Stärken sowie Förderbedarfe zu erkennen.

Theoretische Impulse werden mit praxisnahen Anwendungsphasen verknüpft. Sie erfahren unterschiedliche Herangehensweisen für die Durchführung diagnostischer Verfahren, werten Beobachtungen aus und entwickeln auf dieser Grundlage individuelle Entwicklungs- und Förderprofile. Dabei setzen wir uns mit motorischen und neuromotorischen Entwicklungsprozessen auseinander und reflektieren, wie diagnostische Erkenntnisse in passgenaue Fördermaßnahmen für den Sportförderunterricht und weitere bewegungsorientierte Angebote übertragen werden können.

Die Fortbildung vermittelt praxiserprobte Vorgehensweisen, um Diagnostik und Förderung sinnvoll miteinander zu verbinden. Sie erweitern Ihre Kompetenzen in der Beobachtung, Dokumentation und Evaluation motorischer Entwicklungsprozesse und erhalten konkrete Anregungen für eine differenzierte und zielgerichtete Förderung im schulischen Alltag.

Freuen Sie sich auf einen abwechslungsreichen Fortbildungstag mit fachlichem Austausch, praktischen Erprobungsphasen und vielfältigen Impulsen für Ihre pädagogische Praxis. Entdecken Sie, wie eine fundierte Diagnostik dazu beiträgt, motorische Entwicklung gezielt zu begleiten, individuelle Potenziale sichtbar zu machen und Förderangebote wirksam zu gestalten. 
 
Die Teilnehmenden erwerben Wissen über…

  • die fachgerechte Durchführung und Auswertung des Deutschen Motorik-Tests (Hessischer Bewegungscheck).
  • die systematische und qualitative Bewegungsbeobachtung im schulischen Kontext.  
  • die Analyse motorischer und neuromotorischer Entwicklungsstände von Kindern.  
  • die Planung differenzierter Fördermaßnahmen auf Grundlage diagnostischer Erkenntnisse.

Die Teilnehmenden können…

  • individuelle Entwicklungsprozesse dokumentieren und evaluieren.  
  • individuelle Entwicklungs- und Förderprofile erstellen. 

Die Teilnehmenden entwickeln eine professionelle Haltung, die…

  • die Zusammenhänge zwischen diagnostischen Erkenntnissen und differenzierten Fördermaßnahmen als Grundlage einer zielgerichteten individuellen Förderung versteht. 
     

Prüfung

zur Lehrbefähigung für den Sportunterricht

Prüfungsmodul

12 LE

SFU

+ Modulbeschreibung (auf-/zuklappen)

Wie gelingt es, die Inhalte des Sportförderunterrichts zu einem ganzheitlichen Förderkonzept zusammenzuführen? Wie lassen sich theoretische Grundlagen begründet in die Planung, Durchführung und Reflexion einer Förderstunde übertragen?

Im abschließenden Prüfungsmodul führen Sie die Inhalte der gesamten Fortbildungsreihe zusammen und zeigen, wie Sie diese in der Praxis des Sportförderunterrichts anwenden. Aufbauend auf den zuvor absolvierten Modulen reflektieren Sie zentrale Aspekte einer entwicklungsorientierten Bewegungsförderung und verknüpfen theoretische Grundlagen mit Ihrem pädagogischen Handeln. Dabei stehen die begründete Planung und Gestaltung eines zielgerichteten Sportförderunterrichts im Mittelpunkt.

Im Rahmen der praktischen Prüfung präsentieren Sie eine selbstständig entwickelte Förderstunde zu einem frei gewählten Schwerpunkt. Diese umfasst die schriftliche Ausarbeitung, die praktische Durchführung sowie die anschließende Reflexion Ihres Vorgehens gemeinsam mit den anderen Teilnehmenden. Ergänzend findet ein mündliches Kolloquium in Kleingruppen statt, in dem anhand praxisnaher Fallbeispiele aus dem schulischen Alltag fachliche Zusammenhänge analysiert, Fördermöglichkeiten diskutiert und begründete Handlungsmöglichkeiten entwickelt werden.

Neben den Prüfungsanteilen bietet das Modul einen weiteren praxisorientierten Schwerpunkt mit vielfältigen Bewegungs- und Förderideen, die unmittelbar im Sportförderunterricht und in weiteren schulischen Bewegungsangeboten eingesetzt werden können. So verbindet das Prüfungsmodul die Lehrbefähigung mit einem fachlichen Mehrwert für Ihre tägliche pädagogische Arbeit.

Freuen Sie sich auf eine gewinnbringende Schlussveranstaltung der Fortbildungsreihe, an der Sie Ihr erworbenes Wissen und Können sichtbar machen und mit anderen Lehrkräften teilen, gemeinsam fachliche Fragestellungen reflektieren und wertvolle Anregungen für Ihren eigenen Sportförderunterricht mitnehmen. Mit dem erfolgreichen Abschluss des Prüfungsmoduls schaffen Sie die Grundlage für die Lehrbefähigung im Sportförderunterricht und der Einrichtung einer Sportfördergruppe an Ihrer Schule.

Die Teilnehmenden erwerben Wissen über…

  • die fachlich begründete Planung, Durchführung und Reflexion einer entwicklungsorientierten Sportförderstunde.
  • die strukturierte Darstellung und Begründung des pädagogischen Handelns im Rahmen der schriftlichen Ausarbeitung und praktischen Prüfung.
  • den reflektierten Umgang mit praxisnahen Fallbeispielen als Grundlage für förderorientierte Entscheidungen im schulischen Alltag.

Die Teilnehmenden können…

  • eine Sportförderstunde zu einem selbst gewählten Förderschwerpunkt fachlich fundiert planen, durchführen und reflektieren.
  • Fallbeispiele aus der schulischen Praxis analysieren, fachlich einordnen und geeignete Fördermaßnahmen begründet ableiten.
  • ihr erworbenes Wissen sicher auf unterschiedliche Fördersituationen übertragen und ihre Entscheidungen im fachlichen Austausch nachvollziehbar begründen.

Die Teilnehmenden entwickeln eine professionelle Haltung, die…

  • wirksame Bewegungsförderung als Ergebnis der Verknüpfung entwicklungsbezogener, psychomotorischer und didaktisch-methodischer Grundlagen versteht.
  • systematische Beobachtung, Analyse und Reflexion als Grundlage für förderorientierte Entscheidungen im Sportförderunterricht betrachtet.
  • kontinuierliche Reflexion des eigenen pädagogischen Handelns als wesentlich für die Qualität des Sportförderunterrichts anerkennt.