BewegungsLAB
Bewegung fördern - Entwicklung begleiten
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BewegungsLAB
Was ist das BewegungsLAB?
Der Begriff BewegungsLAB steht für einen Raum, in dem Bewegung erkundet, erprobt und weiterentwickelt wird – im Sinne eines „Labors“ für vielfältige Bewegungserfahrungen.
Der Hessische Bewegungscheck (HBC) in der Jahrgangsstufe 2 liefert wertvolle Erkenntnisse über die motorische Entwicklung von Schülerinnen und Schülern.
Die Fortbildungsreihe BewegungsLAB setzt genau hier an und unterstützt Lehrkräfte dabei, aus diesen Ergebnissen gezielte und kindgerechte Bewegungsangebote zu entwickeln. Gleichzeitig richten sich die Module an alle Sportlehrkräfte, die ihren Sportunterricht durch entwicklungsorientierte und psychomotorische Ansätze erweitern möchten. Die vorgestellten Inhalte lassen sich unmittelbar im regulären Sportunterricht einsetzen und bieten zugleich vielfältige Möglichkeiten für qualifizierte, zusätzliche Bewegungs- und Förderangebote im schulischen Alltag.
Ziele des BewegungsLAB
Im Mittelpunkt stehen die ganzheitliche Bewegungsförderung und die Freude an Bewegung. Ziel ist es, Kinder dabei zu unterstützen,
- sich kreativ und mit Freude zu bewegen,
- neue Spiele kennenzulernen, zu erproben und weiterzuentwickeln,
- den eigenen Körper bewusster wahrzunehmen und einzuschätzen,
- die eigene Belastbarkeit ohne Leistungsdruck zu erfahren und zu erweitern,
- sich Herausforderungen zu stellen und daran zu wachsen,
- Zusammenhänge zwischen Bewegung und Gesundheit zu verstehen.
Umsetzung im schulischen Alltag
Die Inhalte des BewegungsLAB sind so konzipiert, dass sie ohne zusätzlichen organisatorischen Aufwand unmittelbar in den Unterricht integriert werden können. Eine eigene Fördergruppe ist hierfür nicht erforderlich, kann die Bewegungsförderung im schulischen Kontext jedoch sinnvoll ergänzen.
Mögliche Einsatzbereiche sind beispielsweise:
- der reguläre Sportunterricht,
- Bewegungsangebote im Förderband,
- ganzheitlich ausgerichtete Bewegungs- oder Sport-AGs,
- zusätzliche Bewegungsangebote im Ganztag,
- schulische Förderangebote für Kinder mit unterschiedlichen Bewegungsvoraussetzungen.
Fortbildungsmodule des BewegungsLAB
Sportlehrkräfte können die sechs Praxismodule des BewegungsLAB entsprechend ihren individuellen Interessen und den Bedürfnissen ihrer Schule auswählen.
Die Module sind...
- praxisnah gestaltet,
- unabhängig voneinander einzeln belegbar,
- unmittelbar im regulären Sportunterricht sowie in weiteren schulischen Bewegungsangeboten einsetzbar,
- ohne zusätzliche Qualifizierung oder Einrichtung einer Fördergruppe nutzbar.
Verbindung zur Qualifizierungsreihe Sportförderunterricht
Die sechs Praxismodule des BewegungsLAB sind inhaltsgleich mit den entsprechenden Modulen der Qualifizierungsreihe Sportförderunterricht.
Lehrkräfte, die später die Lehrbefähigung für den Sportförderunterricht erwerben möchten, können sich bereits absolvierte Module auf die Qualifizierungsreihe anrechnen lassen. Mit dem erfolgreichen Besuch aller erforderlichen Module einschließlich des Grundlagen- und Prüfungsmoduls erwerben sie die Lehrbefähigung zur Durchführung von Sportförderunterricht.
ie Qualifizierungsreihe ist modular aufgebaut und besteht aus:
- sechs themenspezifischen Präsenzmodulen (je 10 Lerneinheiten),
- einem Grundlagenmodul (12 Lerneinheiten),
- einem Prüfungsmodul (12 Lerneinheiten).
Die Module sind didaktisch aufeinander bezogen und inhaltlich aufeinander abgestimmt. Eine feste Reihenfolge bei der Belegung ist nicht zwingend erforderlich, jedoch empfehlenswert und sinnvoll.
Der Erwerb der Lehrbefähigung zur Durchführung von Sportförderunterricht setzt jedoch die Teilnahme an allen Modulen sowie das erfolgreiche Absolvieren der Abschlussprüfung voraus.
Das Grundlagenmodul führt in die kindgerechte, entwicklungs- und stärkenorientierte Bewegungsförderung ein. Es vermittelt zentrale Zusammenhänge der motorischen Entwicklung und bildet die fachliche Grundlage für das Verständnis, sowie die Planung und Durchführung des Sportförderunterrichts.
Themenspezifische Module
Die themenspezifischen Module dienen der praxisnahen Qualifizierung von Lehrkräften zur Umsetzung differenzierter Fördermaßnahmen im schulischen Kontext.
+ weitere Informationen (auf-/zuklappen)
Folgende themenspezifische Module sind Bestandteil der Qualifizierungsreihe:
Wahrnehmen und alle Sinne nutzen
Die Teilnehmenden erweitern ihr Wissen über Wahrnehmungsprozesse und lernen, wie diese in der Bewegungsförderung eingesetzt werden können, um die Körperwahrnehmung und Handlungssicherheit der Kinder zu verbessern.
Koordinieren und sich sicher bewegen
Die Teilnehmenden lernen, koordinative Fähigkeiten gezielt zu fördern und deren Bedeutung für sicheres, selbstständiges und erfolgreiches Bewegungshandeln im Schulalltag einzuordnen.
Kräftigen und Haltung stärken
Die Teilnehmenden gewinnen ein vertieftes Verständnis für Einflussfaktoren auf die Körperhaltung und entwickeln konkrete, alltagstaugliche Übungsformen zur kindgerechten Haltungsförderung – einschließlich der gezielten Einbindung der Füße als Basis stabiler Haltung.
Sich ausdauernd und mit Freude bewegen
Die Teilnehmenden erwerben fundiertes Wissen zur Ausdauerentwicklung und lernen, wie sie Kinder motivierend und differenziert an ausdauernde Bewegungsformen heranführen können und so langfristig zur Bewegung motivieren.
(Mit-)Spielen und sich selbst regulieren
Die Teilnehmenden erweitern ihre Kompetenzen in der Förderung emotionaler und sozialer Fähigkeiten. Sie lernen, exekutive Funktionen gezielt zu erkennen und durch Spiel- und Bewegungsangebote wirksam zu unterstützen, um die Teilhabe aller Kinder aktiv zu stärken.
Diagnostizieren und fördern
Die Teilnehmenden erwerben praxisnahe Kompetenzen in der Beobachtung und Einschätzung motorischer Fähigkeiten. Darauf aufbauend entwickeln Sie passgenaue Fördermaßnahmen, die im Unterricht direkt umgesetzt werden können.
Alle Module sind…
- in sich abgeschlossen,
- unabhängig voneinander wählbar,
- zeitlich flexibel belegbar,
- unmittelbar praxiswirksam.
WAHRNEHMEN
und alle Sinne nutzen
Präsenzmodul
10 LE
+ Modulbeschreibung (auf-/zuklappen)
Warum reagieren manche Kinder empfindlich auf Geräusche, haben Schwierigkeiten, Bewegungen gezielt zu steuern oder wirken in ihrer Körperwahrnehmung unsicher? Welche Bedeutung haben die Sinne für Bewegung, Lernen und die aktive Auseinandersetzung mit der Umwelt?
In dieser praxisorientierten Fortbildung setzen Sie sich mit der Bedeutung der Wahrnehmung für die kindliche Entwicklung auseinander. Sie erfahren, wie auditive, visuelle, taktile, kinästhetische und vestibuläre Wahrnehmungsprozesse zusammenwirken und welche Rolle sie für Bewegung, Lernen und die Entwicklung von Handlungskompetenz spielen. Darüber hinaus lernen Sie, typische Wahrnehmungsbesonderheiten zu erkennen und deren Auswirkungen auf das Bewegungs- und Lernverhalten von Kindern besser einzuordnen.
Kurze theoretische Impulse wechseln sich mit vielfältigen Praxisphasen ab. Sie erleben zahlreiche Bewegungs- und Spielangebote zur Förderung unterschiedlicher Wahrnehmungsbereiche und erweitern Ihr Repertoire für den Einsatz im schulischen Alltag. Dabei lernen Sie, Wahrnehmungsprozesse gezielt zu beobachten, Förderbedarfe abzuleiten und geeignete Bewegungsangebote auszuwählen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf psychomotorischen Zugängen, die mehrere Sinne gleichzeitig ansprechen und vielfältige Bewegungs- und Handlungserfahrungen ermöglichen.
Die Fortbildung vermittelt praxiserprobte Ideen für den Unterricht, den Sportförderunterricht und weitere bewegungsorientierte Förderangebote in der Schule. Sie erhalten zahlreiche Anregungen, die sich unkompliziert in den schulischen Alltag integrieren lassen und unterschiedliche Entwicklungsstände der Kinder berücksichtigen.
Freuen Sie sich auf einen abwechslungsreichen Fortbildungstag mit viel Bewegung, Selbsterfahrung und konkreten Impulsen für Ihre pädagogische Praxis. Entdecken Sie, wie eine gezielte Wahrnehmungsförderung Kinder dabei unterstützt, ihre Umwelt sicher zu erschließen, Bewegungen koordiniert auszuführen und Lernprozesse erfolgreich zu bewältigen.
Die Teilnehmenden erwerben Wissen über…
- die verschiedenen Wahrnehmungsbereiche und Sinnessysteme und deren Bedeutung für Bewegung und Lernen.
- didaktische und methodische Grundlagen der Wahrnehmungsförderung.
- die Planung wahrnehmungsfördernder Bewegungsangebote und die Gestaltung multisensorischer Lern- und Bewegungssituationen.
Die Teilnehmenden können…
- auditive, visuelle, taktile, kinästhetische und vestibuläre Wahrnehmungsprozesse unterscheiden.
- Wahrnehmungsschwierigkeiten von Kindern erkennen.
- Bewegungs- und Spielangebote zur Förderung der verschiedenen Wahrnehmungsbereiche planen und in die schulische Praxis integrieren.
Die Teilnehmenden entwickeln eine professionelle Haltung, die…
- die Wahrnehmung als Grundlage der Bewegungskoordination versteht.
- Zusammenhänge zwischen Wahrnehmungsverarbeitung und Bewegungsverhalten anerkennt.
- Auffälligkeiten und Schwierigkeiten in einzelnen Wahrnehmungsbereichen und deren Einfluss auf das Bewegungslernen berücksichtigt.
KOORDINIEREN
und sich sicher bewegen
Präsenzmodul
10 LE
+ Modulbeschreibung (auf-/zuklappen)
Warum gelingt es manchen Kindern scheinbar mühelos neue Bewegungsabläufe zu erlernen, während andere mehr Zeit benötigen, um Bewegungen sicher zu steuern, ihr Gleichgewicht zu halten oder auf wechselnde Situationen angemessen zu reagieren? Welche Bedeutung haben koordinative Fähigkeiten für erfolgreiches Bewegungshandeln, das Erlernen neuer Fertigkeiten und die motorische Entwicklung?
Koordinative Fähigkeiten bilden eine wesentliche Grundlage für sicheres, zielgerichtetes und variables Bewegen. In dieser Fortbildung erhalten Sie einen praxisnahen Einblick in die verschiedenen koordinativen Fähigkeiten und deren Bedeutung für das Bewegungshandeln im Allgemeinen und im schulischen Kontext. Darüber hinaus werden typische Koordinationsschwierigkeiten analysiert, ihre Auswirkungen auf die kindliche Entwicklung bewertet und darauf aufbauend gezielte Fördermaßnahmen entwickelt und begründet. Sie setzen sich mit den koordinativen Anforderungen unterschiedlicher Bewegungsaufgaben auseinander und erfahren, wie Kinder in ihrer motorischen Entwicklung gezielt unterstützt werden können.
Im Wechsel von kurzen theoretischen Impulsen und einer Vielzahl von praktischen Übungsphasen lernen Sie zahlreiche Bewegungs- und Spielformen kennen, mit denen sich koordinative Fähigkeiten abwechslungsreich fördern lassen. Sie erproben vielfältige, offene Übungsvariationen, erfahren, wie sich koordinative Anforderungen gezielt verändern lassen, und entwickeln Ideen, um Bewegungsaufgaben an unterschiedliche Leistungs- und Entwicklungsstände anzupassen. Dabei steht ein handlungsorientierter Zugang im Mittelpunkt, der Freude an Bewegung mit einer gezielten Förderung motorischer Kompetenzen verbindet.
Die Fortbildung bietet vielfältige Anregungen für bewegungsorientierte Förderangebote. Sie erweitern Ihr methodisches Repertoire um praxiserprobte Bewegungsaufgaben, die auch ohne großen Materialaufwand umgesetzt werden können und Kindern vielfältige Bewegungserfahrungen ermöglichen.
Freuen Sie sich auf einen bewegungsreichen Fortbildungstag mit vielen Gelegenheiten zum Ausprobieren, Reflektieren und Austauschen. Nehmen Sie konkrete Ideen mit, um koordinative Fähigkeiten gezielt zu fördern und Kinder auf ihrem Weg zu mehr Bewegungssicherheit, motorischer Handlungskompetenz und Freude an Bewegung zu begleiten.
Die Teilnehmenden erwerben Wissen über…
- Wege der kindgerechten Schulung der koordinativen Fähigkeiten unter psychomotorischen Gesichtspunkten.
die Entwicklung und Begründung gezielter Fördermaßnahmen zur Verbesserung koordinativer Fähigkeiten. - die methodische Differenzierung koordinativer Bewegungsangebote.
- die Beobachtung und Analyse typischer Koordinationsschwierigkeiten bei Kindern.
Die Teilnehmenden können…
- kinästhetische Differenzierungsfähigkeit, Reaktionsfähigkeit, Orientierungsfähigkeit, Rhythmusfähigkeit und Gleichgewichtsfähigkeit unterscheiden.
- Übungen und Spielformen zur Schulung koordinativer Fähigkeiten unter spezifischen Fördergesichtspunkten passend auswählen.
- offene Bewegungsaufgaben mit individuellen Lösungswegen gestalten.
- durch passende Förderangebote einen Beitrag zur Förderung von Bewegungssicherheit und Handlungskompetenz ihrer Lerngruppe im Alltag und im Sport leisten.
Die Teilnehmenden entwickeln eine professionelle Haltung, die…
- koordinative Fähigkeiten als Grundlage für sicheres Bewegen und Handeln im Alltag und im Sport versteht.
- Koordinations- und Wahrnehmungsschulung als sich gegenseitig bedingende und ergänzende Grundlage des Bewegungslernens berücksichtigt.
(MIT-)SPIELEN
und sich selbst regulieren
Präsenzmodul
10 LE
+ Modulbeschreibung (auf-/zuklappen)
Warum fällt es manchen Kindern schwer, Regeln einzuhalten, mit Frustrationen umzugehen oder ihre Impulse zu kontrollieren? Welche Bedeutung hat das Spiel für die Entwicklung von Selbstregulation, sozialem Lernen und einer erfolgreichen Teilhabe am Unterricht?
In dieser praxisorientierten Fortbildung setzen wir uns mit der Bedeutung des Spiels für die Entwicklung von Selbstregulationsfähigkeiten auseinander. Sie erfahren, wie Kinder im Spiel lernen, ihre Aufmerksamkeit zu steuern, Impulse zu kontrollieren, Gefühle zu regulieren und ihr Verhalten an wechselnde Anforderungen anzupassen. Wir werden uns mit dem Arbeitsgedächtnis, der Inhibition und kognitiver Flexibilität auseinandersetzen und deren zentrale Bedeutung für emotionale Stabilität, Handlungssteuerung und erfolgreiches Lernen erfahren. Darüber hinaus betrachten wir, welche Rolle unterschiedliche Spielformen für die Förderung exekutiver Funktionen, sozialer Kompetenzen und der emotionalen Entwicklung spielen und wie sich Schwierigkeiten der Selbstregulation im Bewegungs- und Spielverhalten zeigen können. Dabei wird deutlich, dass exekutive Funktionen und die Selbstregulation im Umkehrschluss auch wichtige Grundlagen für erfolgreiche Teilhabe am Spiel sind.
Kurze theoretische Impulse wechseln sich mit vielfältigen Praxisphasen ab. Sie erleben zahlreiche Bewegungs- und Spielformen, die Selbstregulation, Kooperation, Regelverständnis und Handlungsplanung gezielt fördern, und erweitern Ihr Repertoire für den Einsatz im schulischen Alltag. Dabei werden wir Spielprozesse gezielt beobachten, Zusammenhänge zwischen Bewegung, Emotion und Selbstregulation analysieren und Entwicklungs- und Förderbedarfe thematisieren. Aufbauend darauf werden ausgewählte Spiel- und Bewegungsangebote so gestaltet und angepasst, dass sie die Entwicklung emotionaler und sozialer Kompetenzen gezielt unterstützen. Ein besonderer Fokus liegt dabei auch auf Kindern, die Spielangebote vermeiden oder nur eingeschränkt teilnehmen. Gemeinsam entwickeln Sie in der Fortbildung Strategien, um Teilhabe zu ermöglichen und den Leitgedanken „Alle wollen und können mitspielen“ praktisch umzusetzen.
Die Fortbildung vermittelt praxiserprobte Ideen für den Unterricht, den Sportförderunterricht und weitere bewegungsorientierte Förderangebote in der Schule. Sie erhalten zahlreiche Anregungen, die sich unkompliziert in den schulischen Alltag integrieren lassen und unterschiedliche Entwicklungsstände sowie individuelle Voraussetzungen der Kinder berücksichtigen.
Freuen Sie sich auf einen abwechslungsreichen Fortbildungstag mit viel Bewegung, Selbsterfahrung und konkreten Impulsen für Ihre pädagogische Praxis. Entdecken Sie, wie gezielt eingesetzte Spiel- und Bewegungsangebote Kinder dabei unterstützen, ihre Emotionen und ihr Verhalten besser zu regulieren, Herausforderungen konstruktiv zu bewältigen und ihre Handlungskompetenz nachhaltig zu erweitern.
Die Teilnehmenden erwerben Wissen über…
- die fachgerechte Durchführung und Auswertung des Deutschen Motorik-Tests (Hessischer Bewegungscheck).
- die systematische und qualitative Bewegungsbeobachtung im schulischen Kontext.
- die Analyse motorischer und neuromotorischer Entwicklungsstände von Kindern.
- die Planung differenzierter Fördermaßnahmen auf Grundlage diagnostischer Erkenntnisse.
Die Teilnehmenden können…
- Spiel- und Bewegungsangebote an unterschiedliche emotionale und soziale Voraussetzungen von Kindern anpassen.
- unterstützende Strategien zur Konfliktlösung und Emotionsregulation im Spiel entwickeln.
- die Teilhabe und Mitspielmöglichkeiten für zurückhaltende oder belastete Kinder fördern.
- eine wertschätzende und inklusive Spiel- und Bewegungsatmosphäre schaffen.
Die Teilnehmenden entwickeln eine professionelle Haltung, die…
- exekutiven Funktionen eine besondere Bedeutung für Selbstregulation, Spielverhalten und soziales Handeln beimisst.
- unter dem Leitgedanken „Alle können und wollen mitspielen“ die Teilhabe aller Schülerinnen und Schüler durch passende Spielangebote ermöglicht..
AUSDAUERND
und mit Freude bewegen
Präsenzmodul
10 LE
+ Modulbeschreibung (auf-/zuklappen)
Warum geraten manche Kinder schon nach kurzer Zeit außer Atem, während andere sich mit Freude und Ausdauer bewegen? Welche Bedeutung hat eine gut entwickelte Ausdauer für Gesundheit, Konzentration und die aktive Teilnahme am Bewegungsalltag?
Eine altersgerechte Ausdauerschulung schafft wichtige Voraussetzungen für die körperliche Leistungsfähigkeit und das Wohlbefinden von Kindern. In dieser praxisorientierten Fortbildung beschäftigen wir uns mit den Grundlagen der Ausdauerentwicklung im Kindesalter und erfahren, wie ausdauerfördernde Bewegungsangebote motivierend, abwechslungsreich und kindgerecht gestaltet werden können. Dabei erfahren Sie, wie sich Ausdauer spielerisch fördern lässt, ohne den Leistungsaspekt in den Vordergrund zu stellen.
Im Mittelpunkt stehen vielfältige Praxisideen, die Freude an Bewegung mit einer gezielten Förderung der Ausdauer verbinden. Dabei werden wir Ausdauer nicht isoliert betrachten, sondern im Zusammenhang mit Wahrnehmung und Belastungserleben. Sie erproben unterschiedliche Lauf-, Bewegungs- und Spielformen, lernen Möglichkeiten zur dosierten Belastungssteuerung kennen und entwickeln Ideen, wie Kinder unabhängig von ihren individuellen Voraussetzungen erfolgreich an ausdauerorientierten Angeboten teilnehmen können. Sie untersuchen und erkennen typische Erscheinungsbilder eingeschränkter Ausdauer und analysieren deren Ursachen. Darauf aufbauend planen sie individuelle und differenzierte Bewegungsangebote zur Förderung der Ausdauer im schulischen Kontext.
Ergänzende theoretische Impulse vermitteln grundlegende Erkenntnisse zum Herz-Kreislauf- und Atmungssystem, physiologische Anpassungsprozesse und Grundlagen zur Belastbarkeit im Kindesalter, sowie zur gesundheitsorientierten Gestaltung von Ausdauertraining im schulischen Kontext.
Die Fortbildung bietet zahlreiche Anregungen für den Schulsport, den Sportförderunterricht und weitere bewegungsorientierte Förderangebote. Sie erweitern Ihr methodisches Repertoire um vielseitige Spiel- und Bewegungsformen, die sich mit wenig Material umsetzen lassen und Kinder zu regelmäßiger Bewegung motivieren.
Freuen Sie sich auf einen aktiven Fortbildungstag mit abwechslungsreichen Praxisphasen, neuen Impulsen und vielen direkt einsetzbaren Ideen für Ihre pädagogische Arbeit. Entdecken Sie, wie eine kindgerechte Ausdauerschulung dazu beiträgt, die körperliche Leistungsfähigkeit, das Durchhaltevermögen und die Freude an Bewegung nachhaltig zu fördern.
Die Teilnehmenden erwerben Wissen über…
- die grundlegenden physiologischen Prozesse des Herz-Kreislauf- und Atmungssystems im Kindesalter.
- die Planung und Durchführung motivierender und kindgerechter Ausdauerangebote.
- die Differenzierung von Bewegungsangeboten entsprechend der individuellen Voraussetzungen der Kinder.
Die Teilnehmenden können…
- die kindliche Belastbarkeit und das individuelle Belastungserleben einschätzen.
- typische Erscheinungsbilder eingeschränkter Ausdauer und möglicher Ursachen analysieren.
- gesundheitsförderliche Aspekte von Ausdauerbewegung im schulischen Alltag reflektieren.
Die Teilnehmenden entwickeln eine professionelle Haltung, die…
- Wahrnehmung, Bewegung und Ausdauerförderung als wesentlichen Bestandteil einer gesundheitsorientierten und ganzheitlichen Entwicklungsförderung versteht.
KRÄFTIGEN
und Haltung stärken
Präsenzmodul
10 LE
+ Modulbeschreibung (auf-/zuklappen)
Warum fällt es manchen Kindern schwer, eine aufrechte Körperhaltung einzunehmen oder Körperspannung aufzubauen bzw. diese über längere Zeit aufrechtzuerhalten? Welche Bedeutung haben kräftige Muskeln, starke und bewegliche Füße und eine stabile Körpermitte für gesundes Bewegen und erfolgreiches Lernen?
Eine gute Haltung entwickelt sich durch vielfältige Bewegungs- und Körpererfahrungen. In dieser praxisorientierten Fortbildung beschäftigen Sie sich mit den Grundlagen einer funktionellen Haltung und lernen, welche Rolle die Körperwahrnehmung, muskuläre Voraussetzungen, die Atmung sowie psychosoziale Aspekte dabei spielen. Auch die Füße als Basis gesunder Körperhaltung werden dabei explizit thematisiert. Sie erhalten Einblicke in unterschiedliche Haltungsformen und erlernen typische Haltungsschwächen und Haltungsschäden zu erkennen und zu unterscheiden. Sie werden diese auf Grundlage kindgerechter Haltungsdiagnostik bewerten und lernen, wie sich Haltungsauffälligkeiten im Kindesalter durch gezielte Bewegungsangebote positiv beeinflussen lassen.
Anhand abwechslungsreicher Praxisbeispiele erleben Sie Übungen und Spielformen zur Wahrnehmung von Anspannung und Entspannung, zur Kräftigung der haltungsrelevanten Muskulatur sowie zur Förderung der Beweglichkeit. Sie erfahren, wie sich Übungen motivierend und kindgerecht gestalten lassen und wie Haltung, und Bewegungssicherheit miteinander zusammenhängen. Gleichzeitig entwickeln Sie Ideen, um Kräftigungsangebote an unterschiedliche Entwicklungsstände anzupassen und nachhaltig in den Bewegungsalltag zu integrieren.
Die Fortbildung vermittelt vielseitige Anregungen für die schulische Praxis und bewegungsorientierte Förderangebote. Sie erweitern Ihr methodisches Repertoire um Übungen und Spiele, die ohne großen Materialaufwand umgesetzt werden können und Kinder dabei unterstützen, eine stabile, gesunde Körperhaltung, eine gute Körperspannung sowie kräftige und bewegliche Füße zu entwickeln.
Freuen Sie sich auf einen praxisreichen Fortbildungstag mit vielfältigen Bewegungsanlässen, neuen Impulsen und direkt umsetzbaren Ideen für Ihre pädagogische Arbeit. Entdecken Sie, wie gezielte Kräftigungs- und Haltungsförderung Kindern hilft, ihren Körper bewusster wahrzunehmen, gestärkt und beweglich durch das Leben zu gehen und die Freude an Bewegung nachhaltig zu verbessern.
Die Teilnehmenden erwerben Wissen über…
- die Planung und Durchführung kräftigender, mobilisierender und haltungsfördernder Bewegungsangebote.
- die gezielte Förderung der Fußfunktion als Grundlage einer stabilen Körperhaltung.
- die Anwendung grundlegender Verfahren einer kindgerechten Haltungsdiagnostik.
- die Vermittlung eines positiven und gesundheitsförderlichen Körperbewusstseins.
Die Teilnehmenden können…
- unterschiedliche Haltungsformen bei Kindern erkennen und fachlich einordnen.
- Übungen an individuelle körperliche Voraussetzungen von Kindern methodisch anpassen.
Die Teilnehmenden entwickeln eine professionelle Haltung, die…
- Körperhaltung als psycho-physisches Phänomen versteht, das durch Körperwahrnehmung, Bewegungsapparat, Psyche, Atmung sowie soziale und situationsbedingte Faktoren beeinflusst wird.
- gesunde Füße im Sinne des Gedankens „Haltung beginnt bei den Füßen“ als wesentliche Grundlage einer stabilen und gesunden Körperhaltung betrachtet.
DIAGNOSTIZIEREN
und fördern
Präsenzmodul
10 LE
+ Modulbeschreibung (auf-/zuklappen)
Wie lassen sich motorische Kompetenzen und Aspekte der Wahrnehmung von Kindern systematisch erfassen und sinnvoll beurteilen? Wie können diagnostische Erkenntnisse dazu beitragen, individuelle Fördermaßnahmen zu planen und Entwicklungsprozesse nachhaltig zu begleiten?
In dieser praxisorientierten Fortbildung setzen wir uns mit diagnostischen Verfahren zur Erfassung motorischer Kompetenzen im Kindesalter auseinander. Sie lernen den Hessischen Bewegungscheck kennen, führen ihn praktisch durch und erwerben Grundlagen für eine fachgerechte Auswertung der Ergebnisse. Außerdem erhalten Sie Einblicke in die systematische qualitative Bewegungsbeobachtung als wichtige Grundlage, um motorische Entwicklungsstände differenziert einzuschätzen und individuelle Stärken sowie Förderbedarfe zu erkennen.
Theoretische Impulse werden mit praxisnahen Anwendungsphasen verknüpft. Sie erfahren unterschiedliche Herangehensweisen für die Durchführung diagnostischer Verfahren, werten Beobachtungen aus und entwickeln auf dieser Grundlage individuelle Entwicklungs- und Förderprofile. Dabei setzen wir uns mit motorischen und neuromotorischen Entwicklungsprozessen auseinander und reflektieren, wie diagnostische Erkenntnisse in passgenaue Fördermaßnahmen für den Sportförderunterricht und weitere bewegungsorientierte Angebote übertragen werden können.
Die Fortbildung vermittelt praxiserprobte Vorgehensweisen, um Diagnostik und Förderung sinnvoll miteinander zu verbinden. Sie erweitern Ihre Kompetenzen in der Beobachtung, Dokumentation und Evaluation motorischer Entwicklungsprozesse und erhalten konkrete Anregungen für eine differenzierte und zielgerichtete Förderung im schulischen Alltag.
Freuen Sie sich auf einen abwechslungsreichen Fortbildungstag mit fachlichem Austausch, praktischen Erprobungsphasen und vielfältigen Impulsen für Ihre pädagogische Praxis. Entdecken Sie, wie eine fundierte Diagnostik dazu beiträgt, motorische Entwicklung gezielt zu begleiten, individuelle Potenziale sichtbar zu machen und Förderangebote wirksam zu gestalten.
Die Teilnehmenden erwerben Wissen über…
- die fachgerechte Durchführung und Auswertung des Deutschen Motorik-Tests (Hessischer Bewegungscheck).
- die systematische und qualitative Bewegungsbeobachtung im schulischen Kontext.
- die Analyse motorischer und neuromotorischer Entwicklungsstände von Kindern.
- die Planung differenzierter Fördermaßnahmen auf Grundlage diagnostischer Erkenntnisse.
Die Teilnehmenden können…
- individuelle Entwicklungsprozesse dokumentieren und evaluieren.
- individuelle Entwicklungs- und Förderprofile erstellen.
Die Teilnehmenden entwickeln eine professionelle Haltung, die…
- die Zusammenhänge zwischen diagnostischen Erkenntnissen und differenzierten Fördermaßnahmen als Grundlage einer zielgerichteten individuellen Förderung versteht.
